Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Das Lohnwachstum im Euroraum hat sich beschleunigt. Die in Stellenanzeigen auf Indeed im Euroraum ausgeschriebenen Löhne und Gehälter stiegen im August im Jahresvergleich um 3,3 % – und damit etwa im gleichen Tempo wie die Gesamtinflation.
  • Das Stellenangebot ist weiter rückläufig. Der Indeed Arbeitsmarkt Index für den Euroraum lag am 18. September 11 % unter seinem Vorjahresniveau.

Das vollständige Europäische Arbeitsmarkt-Chartbook September 2026 zeigt eine umfassende Einordnung des Arbeitsmarkts in Europa. Weitere Daten werden regelmäßig aktualisiert und können in unserem Indeed Datenportal frei abgerufen werden.

Bereits im vergangenen Monat deutete der Indeed Gehaltstracker auf eine Trendwende beim Lohnwachstum in Europa hin – die neuesten Daten bestätigen dies. Die in Stellenanzeigen auf Indeed im Euroraum ausgeschriebenen Löhne und Gehälter stiegen im August im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 %. Damit kletterte der gleitende Dreimonatsdurchschnitt des jährlichen Wachstums auf 3,1 %, deutlich über den Tiefpunkt von 2,3 % im Mai. Dieses Tempo beim Lohnwachstum übersteigt das in den USA und in Kanada, wo die Löhne  jeweils 2,5 % zulegten. Aber die Beschleunigung ist kein flächendeckendes Phänomen: In Großbritannien stagniert das Wachstum der ausgeschriebenen Löhne 2026 bei rund 4 %, nachdem es seit seinem Höchststand im Jahr 2023 lange gesunken war.

Dass das jüngste Lohnwachstum auf einen angespannten Arbeitsmarkt zurückgeht, der die Inflation in Europa anheizt, ist jedoch wenig wahrscheinlich. Zwar haben sich in den vergangenen Monaten eine Reihe von Arbeitsmarktindikatoren verbessert. Der Indeed Arbeitsmarkt Index für den Euroraum ist jedoch weiterhin rückläufig: Am 18. September lag die Zahl der Stellenausschreibungen 11 % unter dem Vorjahresniveau.